Modernste Tracking-Technologien
Wie taktische Laufanalysen den Fussball revolutionieren
Die Weiterentwicklung des Fussballs wird zunehmend durch datenbasierte Erkenntnisse vorangetrieben – insbesondere durch taktische Laufanalysen. Mithilfe modernster Tracking-Technologien können Vereine und Nationalmannschaften Bewegungsmuster optimieren, Spielstrategien verfeinern und die Belastungssteuerung gezielt optimieren. Ein Team von ETAVIS ELCOM durfte im übergeordneten Auftrag der UEFA diese Installationen am Rheinpark Stadion in Vaduz vornehmen.
Um die Bewegungsmuster und Laufwege von Fussballspieler:innen genau zu analysieren, führt die UEFA taktische Laufanalysen bei sämtlichen europäischen Länderspielen durch. Diese Analysen liefern wertvolle Erkenntnisse über das Spielverhalten der Teams und unterstützen Trainer sowie Analysten bei der Optimierung von taktischen Strategien. Als Bestandteil der umfassenden Leistungsanalyse der UEFA, tragen die gewonnenen Daten dazu bei, ein tieferes Verständnis für taktische, technische und physische Anforderungen im Profifussball zu entwickeln. Damit dies gelingt, müssen allen Stadien, in denen Nationalmannschaften spielen, mit der entsprechenden Ausstattung ausgerüstet werden.

Ein Team von ETAVIS ELCOM durfte die Infrastruktur für die taktische Laufanalyse in der Heimstätte der Liechtensteiner Nationalmannschaft, dem Rheinpark Stadion in Vaduz, realisieren. Das Team installierte innerhalb von vier Wochen insgesamt 14 Kameras an allen vier Tribünendächern. Diese Kameras ermöglichen eine lückenlose Erfassung der Spielszenen aus verschiedenen Blickwinkeln. Zur technischen Umsetzung wurden umfangreiche Netzwerk- und Glasfaserverbindungen verlegt und miteinander verknüpft, um eine zentrale Datenerfassung und -speicherung zu gewährleisten.
«Zusätzlich mussten wir uns flexibel an die baulichen Gegebenheiten sowie an den Spielplan des Heimklubs FC Vaduz anpassen, da zu den Spielen die Tribünen und das Stadion nicht von den Arbeiten beeinträchtigt werden durfte – dies war in manchen Bereichen durchaus herausfordernd», erklärt Projektleiter Roland Schmidt. Auch die Positionen der Kameras seien strikt von der UEFA vorgegeben gewesen. Die Freude über das Projekt ist gross: «Viele in unserem Team sind Fussballfans – in einem Stadion zu arbeiten, ist da natürlich etwas ganz Besonderes», so Roland Schmidt.
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