Neue Festhalle Bern
740 Kilometer Kabel und ein starkes Team
Für die neue Festhalle Bern hat ein Team von ETAVIS die komplette elektrische Infrastruktur realisiert – von Starkstrom über Eventtechnik bis hin zum modernen KNX-System. Das Projekt war geprägt von technischer Präzision und beeindruckendem Teamgeist.
Die neue Festhalle Bern ist mehr als ein gewöhnliches Gebäude: Mit Platz für bis zu 9’000 Personen eröffnet sie Stadt, Kanton und der Region Bern neue Möglichkeiten im Event- und Kongressgeschäft. Von Konzerten über Messen bis hin zu Tagungen – die Halle ist vielseitig nutzbar und stärkt die Attraktivität des Messeplatzes Bern.
Als ein Team von ETAVIS im August 2023 die Baustelle der neuen Festhalle Bern zum ersten Mal betrat, klaffte dort noch ein riesiges Loch. Knapp zwei Jahre später, im Juni 2025, öffnete die Halle ihre Tore. Stolz blicken die Verantwortlichen auf ein aussergewöhnliches Projekt zurück: Denn die kompletten Elektroinstallationen stammt aus der Hand von ETAVIS.
Herausforderung Zeitplan
Die Dimensionen sind beeindruckend: Rund 740 Kilometer Kabel wurden verlegt – vom feinen Telefonkabel bis zu massiven Zuleitungen mit 15 kg pro Meter. Die Einspeisung erfolgt über Mittelspannung, insgesamt stehen bis zu 4 Megawatt Leistung zur Verfügung. «Das ist genug, um ein ganzes Dorf in der Schweiz zu versorgen!», erklärt Projektleiter Matthias Egger. Ob Brandmeldeanlage, Kommunikationsnetze oder Stromversorgung des gesamten Festgeländes: Alles läuft über die Installationen von ETAVIS.
Besonders anspruchsvoll war der enge Zeitplan. Der Rohbau stand erst im Mai 2024, doch schon wenige Monate später begannen für unser Team die ersten Arbeiten an Kabeltrassen und Leitungszügen. Im Februar 2025 folgten die integralen Tests, Verzögerungen waren undenkbar. «Teilweise arbeiteten wir bis in die Nacht, mit Taschenlampen am Helm, um Leitungen rechtzeitig einzulegen, bevor der Beton am nächsten Tag gegossen wurde», erzählt Matthias.
Sicherheit und Eventtechnik
Die Sicherheit der Besucher:innen hatte von Anfang an oberste Priorität. Notbeleuchtung, Evakuationssysteme und Rauchabzüge müssen jederzeit zuverlässig funktionieren. Gleichzeitig stellte das Team die Eventtechnik sicher: Stromanschlüsse für die Bühne mit bis zu 1’600 Ampere, Glasfaser-Netzwerke für jede Art von Infrastruktur von internationalen Künstlern sowie eine Anlage, die Flexibilität und Stabilität gleichermassen bietet.

Auch architektonische Details verlangten höchste Präzision: Die runden Leuchten im Foyer wurden millimetergenau in den Sichtbeton eingelassen – unterstützt durch ein Tachymeter, das exakte Positionierungen ermöglichte. Ein weiterer Höhepunkt war die Programmierung des KNX-Systems: Alle Leuchten und Storen lassen sich individuell über Tablet oder Laptop steuern. Diese Flexibilität, intern realisiert durch Junior Projektleiter Tim Theurillat, unterstreicht den modernen Charakter der Festhalle.
Teamgeist und Zusammenarbeit
Neben der Technik war es vor allem der Teamgeist, der das Projekt prägte. Bis zu 100 Monteure arbeiteten teilweise gleichzeitig auf der Baustelle. Trotz des enormen Drucks herrschte ein sehr gutes Miteinander. In den Peak-Zeiten konnte man auch auf Unterstützung von anderen ETAVIS-Geschäftseinheiten zählen. Und das Projekt wirkt nach: Folgeaufträge wie die Ausstattung der Künstlergarderoben oder die Programmierung weiterer Arealteile bestätigen den Erfolg.
Konzerte, Veranstaltungen und Begegnungen finden nun in der Festhalle statt – ein Ort, der Leben und Freude nach Bern bringt. Trotz stressigen Zeiten überwiegt klar die Begeisterung: «Wir sind stolz auf unsere Leistung. Die Festhalle Bern ist ein Projekt, das in Erinnerung bleibt», so Matthias.
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